Zum 1.7.2018 haben wir in Bremen unseren neuen Dienst „Nachbarschaftshilfe inklusiv“ ins Leben gerufen. Dieser neuen Aufgaben können wir uns dank der Förderung durch die Aktion Mensch (vielen Dank dafür!!!) widmen, die die finanzielle Basis dafür ermöglicht hat.

 

Zusammen mit unseren Kooperationspartner*innen

 

  • Verein für Innere Mission Bremen (Bereiche Psychosoziale Hilfen und Projekt MitArbeit,
  • Initiative e.V. (hier: Weiterbildungsträger f.o.k.u.s.) und
  • Deutsches Rotes Kreuz, KV Bremen (Dienstleistungszentrum Hastedt)

 

wollen wir in Kürze, nach organisatorischen Vorklärungen, dann mit der inhaltlichen Arbeit beginnen. Hierzu beteiligen wir auch Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, die bereits über Erfahrungen als Nachbarschaftshelfer*innen (im klassischen Regelangebot) verfügen.

 

Worum geht es genau?

 

Die organisierte („klassische“) Nachbarschaftshilfe gibt es bereits seit langer Zeit in Bremen, und wird von insgesamt 17 Dienstleistungszentren angeboten. Dies ist eine zwischenmenschliche Dienstleistung auf ehrenamtlicher Basis gegen Aufwandsentschädigung (ab 01.01.2019 beträgt diese 8,50€/Stunde incl. Fahrtkosten), es geht um sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen (z. B. Hilfe beim Reinigen der Wohnung, Hilfe beim Einkaufen, ggfls. Hilfe beim Kochen, Gespräche, Begleitung bei Spaziergängen, zu Ärzt*innen und Freizeitmöglichkeiten etc.).

 

Was ist jetzt das Neue?

 

Ziel von „Nachbarschaftshilfe inklusiv“ ist es, Menschen für eine Tätigkeit als Nachbarschaftshelfer*innen zu gewinnen, die

 

  1. selbst Erfahrungen mit psychischer Beeinträchtigung in ihrem Leben gemacht haben und die dennoch
  2. für sich selbst eine gute Stabilität in ihrem Leben erreichen konnten.

 

Wir wollen diese (Lebens-, Erkrankungs-, Genesungs-) Erfahrungen dieser Menschen in alltäglichen Hilfeprozessen bei anderen psychisch erkrankten Menschen mit entsprechendem Unterstützungsbedarf nutzen, da oftmals das Erfahrungswissen aus eigener Betroffenheit eine wichtige Kompetenz im Umgang mit anderen betroffenen Menschen darstellen kann.

 

Unserer Erfahrung nach ist es jedoch sinnvoll und notwendig, solche Hilfeprozesse dann durch spezielle Coaching-Angebote und später auch durch Schulungen (die das bisher von den Dienstleistungsangeboten bereitgestellte Angebot deutlich erweitern) zu unterstützen und zu flankieren. Wir wollen damit sicherstellen, dass die von uns initiierten „besonderen“ Hilfeprozesse durch unsere Coaching- und Schulungsangebote dann auch gut begleitet sind und „funktionieren“.

 

Insofern ist die „Nachbarschaftshilfe inklusiv“ ein vorgelagerter („zuarbeitender, flankierender“, fachlich begleitender) Dienst für die bereits existierende klassische Nachbarschaftshilfe der Dienstleistungszentren. Letztere bleiben in vollem Umfange zuständig und werden daher in jedem Einzelfalle nach den dortigen Regularien einbezogen.

 

In einem ersten Schritt wollen wir nun psychisch beeinträchtigte Menschen, die uns aus unseren Angeboten bereits (als grundsätzlich „stabil und geeignet“) bekannt sind, auf eine solche Tätigkeit hin ansprechen. In einigen Wochen wollen wir dann erste Helfer*innen/Klient*innen-Konstellationen ermöglichen.

 

Ansprechpartner:

 

Jürgen Stening

Elsasser Straße 61/63

28211 Bremen

Tel.: 0421-34 67 56 60

 

 

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